Prof. Peter Angermann (Nürnberg)

Entenzug – TM50, Nürnberg 2015

Wildenten sind freundlich, frei und unbeschwert. Ihre Lungen sind gut durchlüftet. Wir können viel von ihnen lernen.

Die pixelgraphische Darstellung des Entenzugs lässt sich zwanglos in das Raster eines Fliesenmosaiks übertragen. Ein Kunstgriff, den ich erstmals 1985 im U-Bahnhof „Hohe Marter“ einsetzte, wo der Fernmeldeturm flachgelegt dargestellt ist.

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Als spannend erwies sich diesmal, das Raster in die dritte Dimension fortzusetzen und zu sehen, dass die Darstellung der Enten dabei plausibel bleibt. Der linke obere Zweig der Flugformation löst sich mehr und mehr aus der Wandfläche sodass die hinteren drei Enten frei im Raum schweben. Der Zug Wildenten begeht somit meinen Lieblingskavaliersdelikt: Die Ebenenüberschreitung.

Die Nachzüglerin rechts unten, die aus der Wand heraus den Betrachter anschaut, symbolisiert diesen Schritt.

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Vita

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1945 geboren in Rehau
1966 – 1968 Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Gerhard Wendland
1968 – 1972 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys
1969 Gründung der YIUP-Gruppe
1979 Gründung der Gruppe Normal
1982 – 1983 USA-Aufenthalt
1986 Gastdozent an der Kunsthochschule in Reykjavík
1992 – 1993 Gastprofessor für Malerei an der Gesamthochschule Kassel
1996 – 2002 Professor für Malerei an der Städelschule in Frankfurt am Main
2002 – 2010 Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg

Peter Angermann wurde 1981 mit dem Lisa- und David-Lauber-Preis ausgezeichnet. Der Künstler lebt und arbeitet in Thurndorf. Werke von Angermann befinden sich u.a. in folgenden Museumssammlungen: Hessisches Landesmuseum (Darmstadt), Bayerische Staatsgemäldesammlung (München), Centraal Museum (Utrecht), Germanisches Nationalmuseum & Neues Museum (Nürnberg), Deutsches Historisches Museum (Berlin)

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