Manuel Franke (Düsseldorf)

Mein erster Beitrag zum TM50: „décalage“, ein Trapezprofil in Sonderlackierung. Farbige Flächen schwingen sich über das Außengelände – gegeneinander versetzt – sie scheinen aus dem Boden aufzusteigen und tauchen wieder ab.

Eigentlich ein Fassadenmaterial, hier jedoch gewunden, geformt und gekurvt, gibt dieses Werk dem Platz eine dynamische Identität. Schaut man aus dem Gebäude, weisen die langen Wellen in die Ferne. Sitzt man im Auto, so verschieben sie sich beim Vorbeifahren spannungsvoll.

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Mein zweiter Beitrag „malachit“ setzt mit manipuliertem Siebdruck auf Glas verbindende Zeichen. Der eigentlich auf Funktionalität ausgerichtete Bau erhält durch diese Arbeit eine zusätzliche, malerische und detailreiche Facette: Bis in den Millimeterbereich hinein ist eine Glasfläche gestaltet, die die Geschosse miteinander verbindet.

Aufbauend auf der langen Tradition der Hinterglasmalerei wird hier eine eigens entwickelte Technik angewendet, die zwischen malerischem und natürlichem Entstehungsprozess angesiedelt ist.

„malachit“ lädt jeden Tag aufs Neue ein, Verzweigungen, Adern und Farbströme wie in einem Halbedelstein zu entdecken.

Manuel Franke, Jahrgang 1964, arbeitet an der Schnittstelle von Architektur und Skulptur. Auf unorthodoxe Weise benutzt er Materialien und stellt sie in neue, überraschende Zusammenhänge.

Seine Arbeiten werden häufig integraler Bestandteil der Architektur, gleichzeitig bedienen sie sich oft jener Mittel, die in der Malerei verwendet werden.

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Sein Credo:
„Kunst muss auf gleicher Augenhöhe agieren wie die Architektur, nicht als dekoratives Beiwerk.“